Europäische Union fördert Forschungsprojekt über die weltweite Nutzung von Open Source Software mit €660 000
26. Mai 2005: Die Europäische Union hat die Finanzierung des FLOSSWorld-Projekts gebilligt, das die weltweite Zusammenarbeit im Bereich der Freien (Libre) / Open Source Software (FLOSS) fördern soll. Das Projekt hat zu Beginn dieses Monats seine Arbeit aufgenommen und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. FLOSSWorld vereint 17 Partner aus 12 Ländern, die insgesamt eine Finanzierung in Höhe von €660 000 ($830 000) aus dem Sechsten EU-Forschungsrahmenprogramm erhalten. Mit Blick auf FLOSS-Gemeinden in Argentinien, Brasilien, Bulgarien, China, Kroatien, Indien, Malaysia und Südafrika wird das Projekt zum ersten Mal ermöglichen, in einer globalen Perspektive Forschungsaktivitäten und die Entwicklung politischer Strategien zur Förderung von Freier Software / Open Source Software zu entwickeln.
Unter Leitung des Maastricht Economic Research Institute on Innovation and Technology (MERIT) der Universität Maastricht (Niederlande) und in Kooperation von MERIT-Forschern mit Forschern des United Nation University Institute for New Technologies (UNU-INTECH) führt das Projekt bedeutende europäische Forschungsinstitute und führende öffentliche Forschungseinrichtungen in den Partnerländern zusammen.
FLOSSWorld wird auf bereits vorhandenen Forschungserfahrungen der EU-Partner – MERIT, das Oxford Internet Institute, die Universidad Rey Juan Carlos Madrid und FUNDECYT/Provinzregierung von Extremadura, Spanien – aufbauen und diese in einem hochwertigen globalen Forschungs- und Beratungsnetzwerk bündeln.
Zu den von der EU geförderten Mitgliedern des FLOSSWorld-Konsortiums zählen USUARIA – die größte Organisation kommerzieller IuK-Nutzer in Argentinien – und Fundacion Via Libre, eine Organisation argentinischer Software-Entwickler; in Brasilien das Nationale Institut für Informationstechnologien des Amts des Staatspräsidenten und die Universität von Campinas; in Bulgarien die Internet Society; in China das Bildungs- und Forschungsnetzwerk des Bildungsministeriums und China Standard Software Co., Ltd – Chinas größter Anbieter von Freier Software / Open Source Software; in Kroatien das Multimedia-Institut MI2 in Zagreb und das Kroatische Akademische Forschungsnetzwerk des Wissenschafts- und Technologieministeriums; in Indien das Centre for Development of Advanced Computing des Ministeriums für Informationstechnologie; in Malaysia die regierungseigene MIMOS Bhd – eine F&E-Organisation, die auch den Entwurf der National Open Source Policy entwickelt hat; in Südafrika der Rat für Wissenschaftliche und Industrielle Forschung – die größte F&E-Organisation in Afrika und Sitz des Open Source-Zentrums des Meraka Instituts, sowie schliesslich die Universität des Western Cape.
Unterstützung erhält das Projekt darüber hinaus von der National Association of Software and Service Companies, dem Dachverband der indischen Software-Industrie;dem Institute for Economic Policy Research an der Stanford Universität in den USA; dem Mitsubishi Research Institute Inc in Japan, dem Open Society-Institut und UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development).
Informationen über das Projekt sind im Internet unter www.flossworld.org erhältlich.
Für weitere Informationen und Kontact:
Rishab Aiyer Ghosh, FLOSSWorld Koordinator
MERIT, University of Maastricht, Netherlands
Postbus 616, 6200MD Maastricht, Netherlands
Tel: +31 6 29 07 44 87 / fax: +31 43 388 4905
e-mail: Rishab.flossworld@dxm.org